Geschichte der Pyreänenberghunde

Geschichte

Der französische Pyrenäenberghund wurde ursprünglich als Hirtenhund gezüchtet, hat sich aber über die Jahrhunderte wegen ihrer Imposanz einer großen Beliebtheit an den Adelshöfen etabliert. Bis heute ist diese traditionsreiche Rasse in Europa und auch weltweit vertreten.

Ursprung und Abstammung

Die Vorfahren des Pyrenäenberghundes stammen wahrscheinlich von Zentralasien ab. Die Fossilienfunde hinweisen darauf, dass diese Rasse seit etwa 4000 Jahren, seit der Bronzezeit, in den Pyrenäen lebt. Zusammen mit dem Mastino Espanol und dem Mastino Napoletano ist Pyrenäenberghund ein Nachkommen des alten Tibetischen Hundes und gehört zum den ältesten Hunderassen, die es gibt.

Die Pyrenäen Berghunde haben ihren Namen von dem Pyrenäengebirge zwischen Frankreich und Spanien. In ihrer Heimat Frankreich sind sie als Le Grand Chien de Montagne des Pyrénées bekannt. Die Franzosen nennen ihre Hunde oft Patou (Rüden) und Pastoure (Hündinnen), was so viel wie Schäfer und Schäferin bedeutet (aus dem Galloromanischen).

In den Pyrenäen - von Rosa Bonheur (1822-1899) In den Pyrenäen - von Rosa Bonheur (1822-1899)

Jahrhundertelang verteidigten die Pyrenäen Berghunde nicht nur die Herden vor Wölfen und Bären, sondern dienten auch als Wächter der Schlösser der Gegend.

Paul Strang beschreibt in seinem Buch „Great Pyrenees“ die wundervolle Geschichte, wie die Pyrenäen Berghunde Mitglieder des französischen Königshauses wurden. „Madame de Maintenon besuchte Barrèges im Jahre 1675 in Begleitung des jungen Dauphins, Sohn von Ludwig XIV. Auf dem Lande freundete sich der Junge mit einem prächtigen, etwa acht Monate alten Patou-Rüden an. Die beiden wurden unzertrennlich und schließlich kehrten Patou und der Prinz gemeinsam zurück, um im Louvre zu leben… Von dieser Zeit an wählten Mitglieder des Adels den Pyrenäenhund vor allen anderen Rassen.“

Nach der Französischen Revolution behielt der Pyrenäen Berghunde seine Popularität und wurde für das nächste Jahrhundert zu einer der begehrtesten Rassen auf den großen Ländereien Frankreichs. Der Pyrenäenberghund war auf der ersten französischen Hundeausstellung im Jahr 1863 vertreten. Nur sehr wenige dieser Hunde wurden vor 1930 außerhalb ihres Herkunftslandes gesehen. Von da an wurden einige hochqualitative Zuchthunde nach Nordamerika und England exportiert.

Heute ist der Pyrenäenberghund auf der ganzen Welt vertreten. Er wird nur als Hütehund eingesetzt, eine Aufgabe, in der er sich hervorragend bewährt, auch wegen seiner außergewöhnlichen Qualität als Begleit- und Familienhund sehr geschätzt.

Eigenschaften

Die Hirten stellten strenge Leistungsanforderungen an ihre Zuchttiere. Nur die Hunde, die diese strengen Anforderungen erfüllten, wurden für die Nachzucht genommen. Der weiße Hund war leicht von Wölfen zu unterscheiden sowie ein wetterresistentes Fell war unerlässlich, da der Hund die meiste Zeit seines Lebens im Freien verbrachte. Der große, starke, furchtlose und wendige Hund sollte in der Lage sein, mit dem Feind aufzunehmen. Die Intelligenz war gefragt, nicht nur aus dem eigenen Antrieb handeln zu können, auch um die Befehle des Hirten zu verstehen und zu befolgen. Die enormen Energiereserven waren wichtig, da die Hunde rund um die Uhr im Einsatz sein mussten vor allem in den Stunden der Dunkelheit, die von den feindlichen Raubtieren besonders bevorzugt waren.

Ein jahrhundertelanges Zuchtprogramm machte die Pyrenäenberghunde zu dem, was sie heute sind!

Besonderhen

Der Pyrenäenhund verbindet eine große Intelligenz mit einer tiefen Hingabe zu ihrer Familie und einem angeborenen Instinkt zum Bewachen und Beschützen. Obwohl sie vertrauensvoll, anhänglich, sanft und umgänglich sind, können sie, wenn es nötig ist, zu schützenden Wächtern ihrer Familie und ihres Territoriums werden. Erwachsene Pyrenäen genießen ruhige Zeiten mit Entspannung und Schlaf. Sie wünschen sich ein Leben, das beständig und vorhersehbar ist.  Diese große Rasse ist nicht für das Leben in einer Wohnung oder für das Stadtleben mit viel Lärm, Hektik geeignet.

Die Pyrenäenhunde müssen in die Familie einbezogen werden, sonst werden sie verkümmert oder sogar aggressiv. Diese Rasse darf nicht in einem Zwinger gehalten werden. Außerdem brauchen sie eine konsequente, aber liebevolle Erziehung.

In Anlehnung nach Paul Strang „Great Pyrenees“